Auf dieser Seite möchte ich euch durch wichtige Stationen meiner sportlichen Laufbahn führen. Die folgenden Inhalte sind ein Rückblick, kein Lehrbuch – und sie sollen vor allem zeigen, wie vielfältig Spitzensport sein kann.
Wenn man als Sportlerin viele Jahre in Wettkämpfen unterwegs ist, dann verschwimmen die Tage manchmal zu einem einzigen großen Strom aus Reisen, Trainingseinheiten und Rennen. Erst im Rückblick lassen sich die einzelnen Tropfen wieder erkennen. Manche dieser Tropfen waren bittersüß, andere strahlten heller als jeder Pokal. Ich habe mich entschieden, einige dieser besonderen Momente festzuhalten, damit sie nicht verloren gehen.
Disziplinen im Überblick
Ich war im Bahnrad und im Straßenrad zu Hause. Beide Disziplinen sind sich näher, als viele denken, und doch fordern sie sehr unterschiedliche Fähigkeiten. Die folgende Tabelle versucht, diesen Unterschied in Worte zu fassen, ohne den Charme jeder Disziplin zu verlieren.
| Disziplin | Charakter | Was sie mir gegeben hat |
|---|---|---|
| Bahnradsport | Präzise, kurz, hoch konzentriert | Disziplin, Schnellkraft und ein Gefühl für Linien |
| Straßenradsport | Lang, taktisch, ausdauernd | Geduld, Übersicht und Mut im entscheidenden Moment |
| Zeitfahren | Einsam, ehrlich, gnadenlos | Konzentration und das Vertrauen in die eigene Stärke |
Bedeutende sportliche Etappen
Eine Karriere baut sich aus Bausteinen. Manche dieser Bausteine sind groß und sichtbar, andere klein und unscheinbar. Beide sind wichtig. Ich möchte euch hier ein paar Etappen näherbringen, die für mich besonders waren.
- Erste internationale Rennen im Nachwuchsbereich, die mir gezeigt haben, was Leistungssport wirklich bedeutet.
- Aufnahme in den Nationalkader und die ersten gemeinsamen Trainingslager mit den Besten des Landes.
- Erfolge bei nationalen Meisterschaften, die mir Rückenwind für die größeren Aufgaben gegeben haben.
- Internationale Bahnwettkämpfe in den Hallen Europas, mit ihrer einzigartigen Atmosphäre und den schnellen Wechseln.
- Anspruchsvolle Straßenrennen und Etappenrennen, in denen sich Form, Taktik und Glück zu einem Ergebnis verbinden müssen.
- Die Olympischen Spiele in London 2012 – der größte Bühne, die der Sport zu bieten hat.
Stationen abseits der Strecke
Viele Stationen meiner Karriere haben sich nicht im Rampenlicht abgespielt. Sie fanden auf Trainingslagern statt, in Reha-Phasen nach Verletzungen, in langen Gesprächen mit Trainerinnen und Trainern. Auch hier habe ich gewonnen, manchmal mehr als bei einem Rennen. Ich habe gelernt, mit Rückschlägen umzugehen, mit Selbstzweifeln, mit der eigenen Erschöpfung. Wer Spitzensport ehrlich betreibt, weiß, dass diese stillen Phasen oft die wichtigsten sind.
Besonders prägend waren auch die Höhentrainingslager und die intensiven Saisonvorbereitungen. Hier habe ich erfahren, was es heißt, ans eigene Limit zu gehen und am nächsten Morgen trotzdem wieder aufzustehen. Wer einmal in dünner Luft atmen musste, während die Beine schon brannten, weiß, dass Sport nicht nur körperlich, sondern auch mental viel verlangt. Diese Erfahrungen tragen mich bis heute durch viele Lebenslagen.
Was ich aus dieser Zeit mitnehme
Aus meiner aktiven Zeit nehme ich nicht nur Ergebnisse mit, sondern Werkzeuge fürs Leben. Ich kann mit Druck umgehen, weil ich Druck oft erlebt habe. Ich kann Rückschläge einordnen, weil sie zu meinem sportlichen Alltag gehörten. Und ich weiß, was es bedeutet, in einem Team zu funktionieren, ohne sich selbst zu verlieren. Diese Eigenschaften sind im normalen Berufsleben mindestens so wertvoll wie eine Medaille.
Wenn euch interessiert, wie meine Reise im Sport begonnen hat, schaut gerne bei Meine Karriere vorbei. Wer wissen möchte, welche Menschen und Institutionen mich auf diesem Weg getragen haben, findet ausführliche Worte auf der Seite Unterstützer & Partner. Und für persönliche Worte zum Abschied geht es zurück auf die Startseite.